Stark fürs Leben

Themenabend: Verspielte Kindheit
Dienstag 3. April 2008 ARTE

21:00 Spielzone-im Sog virtueller Welten von Heide Breitel
22:10 Stark fürs Leben von Lilly Grote

STARK FÜRS LEBEN
Mit Dennis, Marlon, Noah, Tara, Raul, Joel, Emma, Anton, Sherry, Kaschara, Lilith, Croissant, Fabio, Hugo, Abdulay, Dr. Manfred Geier, Beate Köhn, Robert Hall, Prof. Dr.Kröger, Dr. Gabriele Haug-Schnabel, Miquel Benasayag, Dr. Marc Valleur, Dr. Marie-Luise Conen, Birgit Kindler, Teresa Ricou, Luisa Martins, Stuntmenteam Haberland, Kindernotdienst Berlin,KuB Berlin, 4. Klasse der Gutenbergschule Hamm-Heessen, Zirkusschule Chapitô Lissabon. Dank an alle Eltern und Guido Diek.
Gibt es Wege aus dem Dilemma, in das unsere Kinder zunehmend geraten zwischen den fast unwiderstehlichen Verlockungen der medialen Welten, in denen sie sich bewegen und den häufig komplizierten familiären und prekären sozialen Verhältnissen, in denen sich viele von ihnen orientieren müssen? Welche Chancen haben Kinder unter diesen Bedingungen, um „stark fürs Leben“ zu werden? Die Dokumentarfilmerin Lilly Grote macht sich auf eine Recherchereise nach Modellen und Ansätzen. Sie entdeckt Geschichten von Einsamkeit und Vernachlässigung – aber auch von der Magie des Füreinander-da-Seins: So einfache wie erstaunliche Ansätze, die zum Nachdenken anregen und die Mut machen.
Was lässt Kinder „schwach“ werden? Was kann sie „stark“ genug machen, um sich selbstbewusst der Welt zu stellen und eben nicht Opfer der äußeren Umstände zu werden, sondern das zu bekommen, was sie für ein aktives Leben als zukünftige verantwortliche Bürger in unserer Welt brauchen? 
Wie werden aus Kindern starke Persönlichkeiten?

Die Filmemacherin Lilly Grote begibt sich auf eine Reise in die Welt von Kindern. Sie trifft sie mit Geschwistern, mit Freunden, in der Schule, auf dem Spielplatz, draußen und drinnen, auf der Suche nach dem Glück. In diesem Film kommen vor allem Kinder zu Wort. Ehrlich und unverblümt erzählen sie, was sie stark werden lässt. Nicht alle haben eine glückliche Kindheit, manchen fehlen Nähe und Geborgenheit, anderen Anerkennung und Aufmerksamkeit.
Zirkusschule Chapitô in Lissabon
Im Kindernotdienst in Berlin erinnert sich
Dennis an eine schwierige Zeit.
Dennis und die anderen vom Kindernotdienst aus Berlin oder die Kinder vom Zirkus Chapitô in Lissabon müssen diese Fähigkeit lernen. Mit atmosphärisch starken Bildern der Kamerafrau Elfi Mikesch begleitet Lilly Grote die jungen Menschen auf einem Stück ihres langen Weges. Oft sind es so ganz einfache, aber für viele Kinder selten gewordene Dinge wie füreinander da sein, die sehr positiv erlebt werden und Mut machen. Dazu gehört auch, einmal die Gelegenheit zu bekommen, sich auszuprobieren. Gespräche mit Philosophen, Psychiatern und Sozialarbeitern aus Deutschland, Frankreich und Portugal ergänzen das Bild. Im Mittelpunkt des Films aber stehen Kinder, die sich in einer Welt zurechtfinden müssen, die es ihnen nicht immer leicht macht „stark“ zu werden. Ihre Geschichten machen bewusst, wie verletzbar sie sind und wie wichtig die Menschen sind, die sie auf der Suche nach dem alltäglichen Glück unterstützen.
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